Fettcast003: Dicke Schwangerschaft

OMGAY WE’RE BACK!! Wir haben uns im April virtuell getroffen und ein voluminöses Thema besprochen: dicke Schwangerschaft. Warum wir das erst jetzt veröffentlichen? Ein kleines neues Menschlein wollte erst einmal geboren werden :). Ein Hinweis: Wenn Magda spricht, ist der Sound ist sehr schlecht. Bitte entschuldigt – wir versuchen, dies bis zum nächsten Podcast zu verbessern.

Da Magda wenig Ahnung und Ragni viele Erfahrungswerte mitbringt, ist dieser Podcast eher ein Interviewgespräch und behandelt folgende Themen:

  • Minute 2:55: Vom Versuch schwanger zu werden als lesbischer Single mit PCOS
  • Minute 7:20: Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem und Umgang mit ungefragten Diättipps #Lowcarb
  • Minute 12:10 Gängige Ernährungsvorschläge für Menschen mit PCOS
  • Minute 17:50: Erfahrungen mit Fertilitätskliniken
  • Minute 23:40: Ragni ist schwanger!
  • Minute 26:00: Körperliche Veränderungen in der Schwangerschaft
  • Minute 36:15: Statistiken, BMI, doofe Ratschläge für dicke Schwangere und so genannte “Risikoschwangerschaften”
  • Minute 58:00: (Umstands)Mode

Links:

Und wie immer freuen wir uns über Erfahrungsaustausch: Wie habt ihr eure dicke Schwangerschaft erlebt? Und habt ihr Tipps für Sport- und Schwimmklamotten für dicke Schwangere?

Radio-Feature: “Riots not Diets? Fettaktivismus zwischen Intervention und Schutzraum”

Nicht der #Fettcast, aber ein anderer toller Beitrag für die Ohren: “Riots not Diets? Fettaktivismus zwischen Intervention und Schutzraum“, ein Radio-Feature von Lara Deininger. In der Beschreibung steht:

Riots not Diet Kulturwelle
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“Wer hat die Deutungshoheit über den schönen, den normalen, den begehrenswerten und den gesunden Körper? Und wie kann ein Gegenentwurf aussehen?

Das erklären die drei Protagonistinnen dieses Features: Sie sind Fettaktivistinnen und Teil einer körper- und fettpositiven Gegenkultur. Die politische Bildnerin Magda Albrecht, die Aktivistin Kristina Kuličová und die Bloggerin Anna Kumher zeigen, wie Vorstellungen über Dicksein im Alltag Normen setzt – von Mode bis Medizin, Freibad bis Flugzeugsitz – und wie sie dagegen vorgehen. Ihre Strategien und Interventionen ähneln denen von anderen feministischen Kämpfen um Identitätspolitiken: Coming Out, Begriffe wieder aneignen und neu besetzen, eigene soziale Schutzräume schaffen. Warum binden soziale Normen nicht mehr? Warum erzeugen sie Abwehrreaktionen? Wie verhandeln sie die Beziehung zwischen vorherrschendem Diskurs und individuellem Körper neu? Und reicht die Aufdeckung zum Öffnen neuer Handlungsspielräume? Die Protagonist_innen zeigen uns: Das Persönliche ist immer noch politisch. Ideologien und Bewertungen werden immer kulturell hergestellt und sind alles andere als natürlich. Das gibt uns den Raum, sie zu hinterfragen und zu dekonstruieren.”

Fettcast 002: Politische Selbstbezeichnungen

Knapp ein Jahr ist es her, dass wir unseren ersten Fettcast veröffentlicht haben! Damals unterhielten wir uns darüber, was Fat Shaming (Fettenfeindlichkeit) ist, erzählten von persönlichen Erfahrungen im Schwimmbad und im Fitnessstudio und diskutierten, wie Fat Empowerment (fette Selbstermächtigung) ausgehen kann. Ideen- und Namensgeberin für diesen Fettcast ist der englischsprachige Fatcast von Lesley Kinzel und Marianne Kirby.

Im aktuellen Podcast wagen wir uns an das Thema politische Selbstbezeichnungen. Diskussionen um Dickendiskriminierung, fettenfeindliche Strukturen und ausschließende Körpernormen bekommen immer mehr Aufmerksamkeit in queer-feministischen Communities. Doch wie sprechen wir und andere über uns und unsere Körper? Welche Begriffe gibt es und welche davon können empowernde Selbstbezeichnungen sein (oder auch nicht)? Wir unterhalten uns auch über diskriminierende Bezeichnungen und inwiefern es für uns möglich ist, diese Begriffe positiv anzueignen (oder auch nicht).

Wir nähren uns dem Thema mit drei großen Hauptfragen:

  • Warum sind Selbstbezeichnungen wichtig?
  • Welche (diskriminierenden) Bezeichnungen gibt es, die Menschen mit einem Körpergewicht beschreiben, das höher ist als die Norm?
  • Welche Selbstbezeichnungen verwenden wir, womit fühlen wir uns wohl?

Dazu haben wir uns im Vornherein auf Twitter umgehört und gefragt, ob bzw. wie von fat shaming betroffene Menschen sich selbst benennen, welche Begriffe für sie empowernd sind – oder auch nicht. Wir lernten schnell: Die Antworten sind unterschiedlich, es gibt nicht die eine Selbstbezeichnung, mit der sich alle gleich wohl fühlen. Die Antworten haben wir in einem storify gesammelt. Wir haben uns über jeden eurer Gedanken gefreut, vielen Dank!

Wir wünschen euch viel Hörspaß mit dem Fettcast 002 und freuen uns über Feedback in Form von Kommentaren hier oder auf twitter (gerne mit dem Hashtag #fettcast).

Fettcast 001: Ein Podcast über dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag

Konfetti! Es gibt einen neuen Podcast! Ragni und ich sprechen im FettCast über ein dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag. Dabei wollen wir nur über unsere Erfahrungen sprechen, aber gleichzeitig unsere Sichtweisen teilen, um uns mit anderen austauschen zu können. Wir sind auch sehr neugierig auf eure dicken und fetten Gedanken und Erfahrungen. Auf Soundcloud findet ihr eine ausführliche Beschreibung zu dem Podcast und warum wir die politischen Begriffe ‘dick’ und ‘fett’ (als Selbstbezeichnungen) nutzen.

Episode 1

Vorstellung & Erfahrungen mit Fat Shaming
Wer sind wir und wann haben wir angefangen, Körpernormierungen und Diäten in Frage zu stellen? Wir sprechen über Anziehsachen kaufen und tragen, Erfahrungen in der Kindheit mit Fat Shaming, Sport (z.B. im Schwimmbad und im Fitnessstudio) und diskutieren dann, was Fat Empowerment für uns bedeutet.

Fat Empowerment
Fat positive Aktionen oder Tätigkeiten, die eine Alternative zu einer Gesellschaft anbieten, in der Dicke_Fette stigmatisiert werden und in der Fat Shaming normalisiert und unhinterfragt ist. Fat Empowerment bezieht sich also auf alle Aktionen, die diskriminierende Logiken in Frage stellen und unterwandern. Dabei verwenden wir bewusst einen weiten Aktivismus-Begriff: fat positive Bücher lesen, Modeblogs schreiben und lesen, essen, sich was gutes tun (“self-care”), Kleidertausch, Dinge selber machen (nähen), Kleiderkreisel und “fette Banden bilden” (dies ist ein Zitat aus dem Spoken Word von Maxi*: “Kotzen: Ein Blick über den Fettrand der Gesellschaft – Challenging Thin Privileges from a Fat Perspective”)

Wir arbeiten gegen die irrtümliche Annahme, dass “Dick”- oder “Fett”-sein etwas Schlechtes ist, und dulden deshalb auch keine diskriminierenden Kommentare.

Dieser Podcast erschien zuerst am 1. Juli bei Soundcloud, aber da wir nun unsere eigene Website haben, wollten wir ihn hier gern unterbringen. Kommentare sowie Likes und sowas findet ihr hier.